Lange haben wir überlegt, wie man die technischen Übungen des Aikido möglichst in die Natur hinaus verlagern kann. Das ist mit den Stab- und Schwert-Techniken kein Problem, denn dann hält man eben so sein Gleichgewicht und das des Partners, dass man nicht zu Boden geht. Bei den freihändigen Techniken ist das schon eher ein Problem, da damit ein wichtiger Teil der Übung verloren ginge, nämlich, das Gleichgewicht kontrolliert zu verlieren und sich sogleich wieder aufzurichten. Zudem geht ein Alleinstellungsmerkmal des Aikido verloren: jede Technik kann bis zum Ende ausgeführt werden, da der Partner nicht vor Verletzungen geschützt werden muss. Schläge, Tritte oder Bruchtechniken gibt es keine in der Kunst des Friedens.
Bloß mit einer Plane als Unterlage auf einer unebenen Wiese, um die Kleidung vor Verschmutzung zu schützen, wäre auf Dauer eine zu große Zumutung. Das werden wir hin und wieder machen, an besonderen Orten. Es gibt hier eine Menge Kraftplätze, die dazu einladen.
Wir haben uns daher auf unserem Terrain nach einem leicht zugänglichen und nicht zu stark geneigten Platz gemacht, um unsere große Yurte aufbauen zu können und diese dann mit Matten fix auszulegen. Wie ihr auf den Fotos sehen könnt, haben wir am Rande der Schlucht unseres Grenz-Baches ein Plätzchen gefunden, das wir mit Hilfe unseres Traktors relativ leicht einebnen können. Es ist ein zauberhafter Platz für die rituelle Aikido-Übung. Das nahe Plätschern des Baches bietet ein meditatives Ambiente, das den Fluss unseres KI ideal unterstützt. Zudem erdet der Platz unten am Rande der Bachwiese wunderbar. Beides in Kombination stärkt in idealer Weise die negative Phase unserer Lebenskraft.
Am oberen Rand unseres Terrains, auf den Höhen, mit ihrer weiten Öffnung über das Vallespir Richtung Spanien, können wir viel besser die positive Phase unserer Lebenskraft nähren, mit viel Licht und Luft. Das ist ideal für die Übung des Aiki-Schwertes, das für den Geist in der Kunst des Friedens steht.
Damit wären die wichtigsten Bedingungen bestimmt und wir freuen uns schon auf eine regelmäßige, inspirierende Praxis mit euch.
„Der Himmel ist genau da, wo du stehst, und das ist der Ort, an dem du trainieren kannst.“
Morihei Ueshiba

