Für uns gilt es, in der Post-Covid Zeit, andere Arten zu ergründen, den Weg des Aiki zu beschreiten. Vieles von dem, was wir gelebt haben, ist seit dem länger währendem Aikido-Verbot in Bayern (Stichwort: „Kontaktsport“) so nicht mehr möglich. Gerade im Bereich der Jugend haben die Maßnahmen erhebliche Schäden verursacht.
Hier in den Bergen, in abgelegener Natur, liegt es nahe, andere Aspekte des Aiki-Weges zu fokussieren: naturnäher, spiritueller, aber auch konkreter in der Manifestation der Anwendungsmöglichkeiten.
Da nichts Neues erfunden werden muss, befassen wir uns jetzt auch mit der 1200-jährigen Tradition der Yamabushi – der japanischen Berg-Krieger – und ihrer Philosophie und Lebensart. Dabei stehen für uns nicht die extremen Askese-Übungen im Fokus, wie Sie vor Allem von den nord-japanischen Yamabushi ausgeübt wurden. Vielmehr sehen wir die Lebenspraxis der süd-japanischen Yamabushi als lebensnaher und mehr der Aikido-Philosophie entsprechend an: kein forcieren, auch nicht der spirituellen Entwicklung; körperliche Arbeit durch Kultivierung und (Wieder-) Bewaldung in den mittleren Berg-Regionen und geistige Arbeit in den obersten Berg-Regionen.
Wer weiß, vielleicht ergibt sich dadurch für uns hier ein Prä-Paradies Aikido!? Als Möglichkeit scheint es sich jedenfalls anzudeuten.

